Moderierte Runde Tische (MoRTi)


Unterstützte Kommunikation kann nur gelingen, wenn sich möglichst viele Personen aus dem Umfeld des unterstützt kommunizierenden Menschen auf die besondere und oftmals auch ungewöhnliche Art der Kommunikation einlassen. Damit dies gelingen kann hat das Zentrum für Unterstützte Kommunikation Moers das Konzept der Moderierten Runde Tische (MoRTi) entwickelt. Möglichst jede UK Versorgung, die über die Beratungsstelle in Moers begutachtet wurde, wird durch einen Runden Tisch begleitet.

 

Das Ziel des Runden Tisches ist es, dass möglichst viele aus dem Umfeld (Eltern/Angehörige, Kita, Schule, Wohnstätte, Arbeitsstätte, etc.) gemeinsam realistische Ziele für eine erfolgreiche Kommunikation formulieren und im Alltag Bedingungen für gelingende Kommunikation schaffen. Damit ein Runder Tisch gelingt, ist eine geschulte Moderation notwendig. Das Konzept der MoRTi beinhaltet einen klaren Ablaufplan und bedient sich systemisch-lösungsorientierter Moderationsmethoden.  Das Modell der ICF der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liefert dabei die Grundlage, denn es gilt konkrete, realistische und zeitlich begrenzte Ziele zu formulieren, die den Alltag des unterstützt kommunizierenden Kindes, Jugendlichen oder Erwachsenen betreffen. Diese – nach dem SMART-Prinzip formulieren - Alltag- bzw. Partizipationsziele werden am Runden Tisch in einem Protokoll festgehalten und jedem Teilnehmer in Kopie mitgegeben.

 

Kooperationspartner: Universität zu Köln

 

Ansprechpartner: Dr. Barbara Giel

 

Inhalte:

Evaluation des ZUK-Konzeptes der Moderierten Runden Tische (MoRTi); Weiterentwicklung des Konzeptes

 

Veröffentlichungen:

  • Giel, B. (2018): Moderierte Runde Tische MoRTi. In: Steiner, J. (Hrsg.): Ressourcenorientierte Logopädie. Einführung in Theorie und Praxis. Bd. 1. Bern: Hogrefe-Verlag (in Vorbereitung)
  • Giel, B. (2017): MoRTi: Moderierte Runde Tische bei komplexen Sprach- und Kommunikationsstörungen. In: Sprachförderung und Sprachtherapie 4/2017, Dortmund: Verlag modernes lernen,
  • Giel, B. (2016): Inklusion als Teamaufgabe. „Runde Tische“ ICF- und lösungsorientiert moderieren. In: Gebhard, B./Seidel, A./Sohns, A./Moeller-Dreischer, S. (Hrsg.), Frühförderung mittendrin – in Familie und Gesellschaft. Kohlhammer 171-181.
  • Giel, B./Liehs, A. (2016): Moderierte Runde Tische (MoRTi) in der Inklusion. In: Sprachtherapie aktuell 3. www.sprachtherapie-aktuell.de 
  • Giel, B. (2014): Interdisziplinäre Zusammenkünfte – Grundlage einer teilhabeorientierten UK. In: vonLoeper Literaturverlag und isaac (Hrsg.): Handbuch der Unterstützten Kommunikation. Karlsruhe: von Loeper, 11 Nachlieferung 2014,  01.056.001-01.061.001
  • Giel, B. (2013): Runde Tische im Kontext von Kita und Schule ziel- und lösungsorientiert moderieren. In: Hallbauer et al (Hrsg.): UK kreativ! Wege in der Unterstützten Kommunikation. Karlsruhe: Von Loeper. S. 497-509.
  • Preißler, Paula (2017):  Inwiefern sind Moderierte Runde Tische (MoRTi) qualitätssichernde Elemente der Sprachtherapie im Rahmen der Unterstützte-Kommunikation-Versorgung von Erwachsenen mit Behinderung? (Nicht veröffentlichte Abschlussarbeit zur Erlangung des Bachelor of Arts im Fach Sprachtherapie). Universität zu Köln, Humanwissenschaftlichen Fakultät
  • Urbic, H. (2016). Inwiefern sind Runde Tische ein qualitätssicherndes Element in der Sprach- und Kom-munikationsförderung von Kindern mit Behinderung? Evaluation am Beispiel der Runden Tische des Zentrums für Unterstützte Kommunikation. (Nicht veröffentlichte Abschlussarbeit zur Erlangung des Bachelor of Arts im Fach Sprachtherapie). Universität zu Köln, Humanwissenschaftlichen Fakultät